Mittwoch, 15. Mai 2013

Rückenwind... oder: irgendwas gibts immer zu meckern

Zur Zeit läufts gut... genauer gesagt: Es läuft blendend.
Noch genauer gesagt:
Vermögensstand am 22.04.     138.100€
Vermögensstand am 15.05.     152.200€
D.h. Zuwachs in den letzten 3 Wochen:   14.100€

Zurück zuführen ist dieser historisch bis jetzt einmalige Sprung auf 2 Ereignisse:
1.) Eine üppige Sonderzahlung von meinem Arbeitgeber
2.) Die Börsen, die zur Zeit nur eine Richtung zu kennen scheinen

Über Punkt 1 freue ich mich uneingeschränkt, Punkt 2 dagegen finde ich nicht so prickelnd. Natürlich schwillt mein Portfolio auf Grund er Kursexplosionen deutlich an, allerdings bin ich immer noch ca. 850.000€ von meinem Ziel entfernt und hohe Börsenkurse heissen nun mal auch hohe Einstandspreise sobald ich nachkaufe. Und dass dieser Aufschwung nicht von Dauer sein kann ist irgendwie auch klar... bis jetzt ist jede Hausse irgendwann zu Ende gegangen und meistens war es schmerzlich. Dennoch halte ich an meinem Plan fest, nicht durch market-timing Strategien den Markt outperformen zu wollen.
Und an irgendwas will ich ja auch noch Freude haben können, wenn die Kurse abstürzen... und sei es nur an niedrigeren Einstandspreisen. Also freue ich mich im Moment über die besagten 14.100€ :-)

Juhuu!!

Kommentare:

  1. denke-handele-werdereich.blog.de16. Mai 2013 um 23:53

    Wenn Romsdalen sich vor den befürchteten Abschwüngen in seiner Vermögensbilanz schützen und trotzdem,wie geschrieben,an seinem Plan festhalten will,dann gibt es folgende Variante.
    Dein Vermögen enthält ja neben Aktien auch sichere Werte,wie Immobilien,Gold, ... . Ziel für 2013 waren 150 000 Euro.Alles,was darüber hinaus geht,sollte als Cash herausgezogen werden.Sollten die Aktien weiter steigen,dann bist du weiter dabei und sicherst gleichzeitig den Gewinn über besagtem Jahresziel hinaus.Diese Gewinne kann dir keiner mehr wegnehmen.Sollten die Aktien wie von dir befürchtet,wieder fallen,dann sinkt zwar dein Depotwert,aber die anderen Werte bleiben erhalten.Auch ein Währungsrisiko für den Euro besteht nur in geringem Maße.Sollte eine Währungsreform drohen und mit Bankenschließung einher gehen,kannst du das Geld zu Hause lagern oder vorher in Gold und Silber sichern.Das ist aber nur der äußerste Notfall,sonst cash.So hast du dein Ziel die 150 000 Euro auch noch erreicht,wenn die Börse einknicken sollte.
    Der Malachit.

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  2. @denke-handele-gib-schlechte-ratschläge:

    Alles über ein selbstgestecktes Ziel aus dem Portfolio herauszunehmen, wäre so, als wenn man sagt: Bei 150.000 Euro Portfoliowert beginnt die Blase im Aktienmarkt. Who knows? Niemand! Cash? Gold? Silber? sollte man nur haben, wenn man es braucht: Z.B. um sich ein Auto zu kaufen, oder wenn man seine Zähne überkronen lassen möchte.

    Worüber man nachdenken kann, ist, ob man das Portfolio mittels Put-Optionen absichern möchte. Da R. allerdings einen sehr langen Horizont hat und von Market-Timing nicht wissen möchte, sollte auch das hier keine Frage sein.

    Keep on going, R. Du machst das schon!


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  3. Junge ... erst Gehaltserhöhung dann üppige Sonderzahlung. Darf man fragen wo und was du arbeitest?
    Otto-Normalbüger kann in dem Tempo nicht mitsparen :-)

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  4. @denke-handele-werdereich:
    was du hier beschreibst ist genau der Grund, warum viele Leute nicht reich werden. Oder genauer: du versuchst du market-timing besser als der Markt zu sein. Statistisch gesehen geht das meistens daneben, man steigt zu früh aus und/oder zu spät ein.
    Daher verfolge ich die gegenteilige Strategie: Auf Basis einer von mir festgelegten Portfoliodiversifizierung bin ich immer voll invstiert (nicht nur am Aktienmarkt sondern zeitgleich auch am Anleihenmarkt).
    Das heisst jetzt natürlich nicht, dass du unbedingt in diesem Fall unrecht haben musst. Nach dem gestrigen Tag siehts sogar so aus, als wäre deine Strategie gar nicht so falsch. Aber wie gesagt: statistisch und langfristig ist diese Strategie Unsinn, auch wenn einschlägige Medien ständig zum Kauf oder Verkauf irgendwelcher Wertpapiere raten.

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  5. @Anonym: tja, was soll ich sagen, was hier nicht eh schon überall steht: grosser Konzern, Engagement und ein gutes Netzwerk sind Voraussetzung. Dazu kommt noch ein vielleicht ziemlich banaler Rat: DRANBLEIBEN.
    dh: Sparrate langsam aber stetig erhöhen, einen langsfristigen Entwicklungsplan mit dem Arbeitgeber aushandeln, öfters mal eigene Ideen einbringen, Alleinstellungsmerkmale im Konzern erarbeiten. Dann kommt es schonmal vor, dass eine Gehaltserhöhung und eine (im Vorfeld vereinbarte) Sonderzahlung kurz aufeinander folgen.
    Und wenn das alles nicht hilft, stell dir die Frage ob es nicht ratsam ist, einen radikalen Schnitt zu machen und dir nen anderen Brötchengeber zu suchen.
    Was ich sagen möchte: überleg dir, ob du den Aufwand betreiben möchtest, der hinter dem Unterfangen reich zu werden steht. Und dann: ziehs durch, mit allen Konsequenzen.

    Eigentlich gibts zu diesem Thema noch viel mehr zu sagen... evtl. werd ich hierzu einen eigenen Beitrag verfassen.

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  6. Hej Romsdalen,

    Gratulation zu deiner Zielstrebigkeit und tollen Erfolgen!
    Deine passive Strategie gefällt mir sehr gut, weshalb ich gerade die Umstellung meines Depots durchrechne.
    Ein – für mich wichtiger Punkt – ist mir jedoch noch unklar. Könntest du bitte etwas zu deinen Dividenden/Zinseinnahmen berichten? Der letzte entsprechende Post ist vom 04.01.2011.
    http://projekt-millionaer.blogspot.de/2011/01/nur-mal-so-nebenbei.html#more
    Dort gibst du an, dass du 4k Netto-Dividenden/Zinsen bei einem Depotwert von 75k bekommen hast. Dies entspricht einer hohen Nettorendite von 5,3 %. Deine Aktienfonds sollten im Moment jedoch eine Bruttorendite von gemittelt knapp 2,5 % erwirtschaften.
    Wie sehen deine aktuellen Einnahmen aus Zins/Dividende aus?

    Grüße – Tom

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    1. Hallo Tom,
      bei der Errechnung der Brutto-Div./Zinsen musst Du noch den Sparerfreibetrag von 801 EUR berücksichtigen.

      Die Erträge für 2013 kannst Du Dir näherungsweise selbst ermitteln, in dem Du die Anteilswerte aus der Tabelle "aktuelle Depotstruktur" von 01/2013 nimmst und dann mit den Ertragsdaten aus den Angaben der ETFs in Verbindung bringst. Ist halt ein bisschen Arbeit.

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  7. @ Anonym:
    Danke für dein Feedback. Dein beschriebenes Vorgehen habe ich verstanden und eben auch schon ausgerechnet – was mich eben zu meiner Nachfrage bewegt hat.
    Die beschriebenen 4k Zins/Divi bei 75k Depotwert entsprechen – unter Einbezug des Freibetrags von 801 EUR – einer Bruttorendite von knapp 6,9 %. Diese hohe Bruttorendite kann ich – auf Basis der aktuellen Renditen – nicht nachvollziehen, weshalb die Auflistung der Zinsen/Divi evtl. Klarheit über die tatsächliche Rendite geben würde.

    Viele Grüße – Tom

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    1. Da mich die möglichen Erträge vom Romsdalen Depot auch interessieren habe ich mir heute mal die Mühe gemacht und mit Hilfe der Angaben der ETF-Anbieter bzw. des Bundesanzeigers folgendes ermittelt.
      Für das Jahr 2012 und den Stückzahlen aus Depotstruktur 01/2013 gab es Brutto:
      MSCI World 478 EUR
      MSCI EM 440 EUR
      MSCI Europe 668 EUR
      Pfandbriefe 954 EUR
      ---------------
      Summe 1.622 EUR

      Die Erträge aus dem Geldmarkt-Konto, den Mitarbeiteraktien und dem SEB Immoinvest fehlen natürlich noch, werden aber die doch deutliche Lücke zu den 4k auch nicht schließen. Wahrscheinlich hat sich Romsdalen bei den 4k auch nur verrechnet.

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  8. Gratulation! Ich verfolge den Anstieg Deines Portfolios ja schon seit Langem und auch Deine Gedanken. Wie bereits gesagt ist es m.E. gar nicht so schwer Dein Mastertarget i.H.v. 1 Mio EU zu erreichen - eiserne Disziplin vorausgesetzt. Und die scheinst Du zu haben. Ein paar Kommentare, die mir gerade so in den Kopf kommen:

    - Die Zukunft ist ungewiss. Keiner weiß, wie sich bestimmte Assetklassen entwickeln. Das gilt auch für Immobilien, die gerade als sicherer Hafen wahrgenommen werden. Aber: Das ist ggf. nur eine Illussion, die durch billige Zinsen befeuert wird -> Meine Empfehlung: Anteil von Immobilien am Portfolio maximal 30%.

    - Rohstoffe und insb. Gold haben aufgrund der Tatsache, dass sie keine regelmässigen Erträge abwerfen, einen eingebauten Volatilitätsverstärker drin. Das kann man aktuell gut sehen. -> Meine Empfehlung: Maximal 10% in physischem Gold, nur dann, wenn Du daran glaubst, dass eine Systemkrise a la Nachkriegsjahre droht. Ansonsten über ETCs kaufen, da man nur geringe Gebühren zahlt (z.B. SPDR Gold Trust).

    - Anleihen/Sparguthaben: Hier gilt m.E. die alte Regel von Benjamin Graham. Da man nicht weiss, ob Inflation oder Deflation kommt, besteht die primäre Portfoliokonstruktion für den "intelligenten" Investor aus 50% Anleihen und 50% Aktien - am besten ETFs. Wichtig ist hier ein regelmässiges Rebalancing (1 mal pro Jahr), denn das ist einer der Hauptrenditehebel.

    - Für jenen die glauben, den Index schlagen zu können gibt es eigentlich NUR die Value Strategie. Das bedeutet aber harte Arbeit und viel Zeit - die hat aber niemand, der einen regulären Job hat. Ich probiere es - aus Spieltrieb - auch immer wieder. Schaffe es aber nicht den Index zu schlagen - wie 70-90% der Fondsmanager langfristig auch nicht. Und die machen das hauptberuflich!

    - Optimales Portfolio bei wenig Stress ist also: 30% Anleihen, 30% ETFs, 30% Immobilien, 10% Rohstoffe/Gold und/oder valueorientierte Einzelaktieninvestments. Man kann sich den letzten Posten auch sparen. Dann gilt 1/3, 1/3 und 1/3 - für einen angestellten Arbeitnehmer -eigentlich optimal.

    - Hat man ein anderes Risikoprofil weil man z.B. Unternehmer ist, dann sollte man sein unternehmerisches Risiko durch konservative Privatinvestments (Anleihen und AAA-Immobilien) hedgen.

    Werden die Regeln eisern befolgt, wird man es wahrscheinlich erfahrungsgemäß schaffen, ein ordentliches Vermögen zu generieren - ohne zu viel Zeit in das Thema zu investieren. Denn Zeit ist Geld.

    Für Angestellte gilt: Bis zu einem Vermögen von ca. 2 Mio. sollte der Fokus darauf liegen sein Einkommen weiter zu optimieren und die Risiken des Lebens (Berufsunfähigkeit) substantiell abzusichern.

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  9. Hallo Romsdalen
    Verfolge deine Seite erst ein paar Monate,bin auch genau deiner meinung was mit dem Sparen angeht (Bodo Schäfer) 95 % der menschen Konsumieren zu viel und denken nicht darübernach.
    Bin seit 2011 an der Börse, habe immoment ca 20.000 EUR Vermögen aber verteilt auf dax & Dow
    und ein paar kleine ETFs.
    Mein Portfolio ist zu 60 % Aktien 10% ETF
    10 % Cash Reserven & 10 % Silber 10 % verwende ich als Absicherungsstrategien fals es einmal zu einem Crash kommt.
    Du hast schon lange nichts mehr reingeschrieben wieso??

    Gruß
    CHRIS

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  10. Moin Chris,
    zunächst mal: danke für das Feedback.
    Eigentlich schreibe ich nur wenns was neues gibt. Und das gab es in letzter Zeit nicht. Hab jetzt aber trotzdem eine kleine Zusammenfassung online gestellt.
    Grüsse,
    R.

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