Samstag, 22. August 2015

Abwärtstrend

Wer sich einigermaßen für Wirtschaft und Börse interessiert, wird festgestellt haben, dass es in den letzten Tagen nur eine Richtung an den Börsen gibt: nach unten. Die guten Wirtschaftsnachrichten und die hier aus gezogenen immer höheren Erwartungen an die Zukunft werden gerade reihenweise enttäuscht. Dazu kommt die schwächelnde Konjunktur in Asien.
Die Folgen in dieser Woche sind deutlich: der Dax verliert fast 8% der Leitindex in Shanghai verliert sogar 11,5%. Was also tun?
Da ich ausgesprochener Langfristinvestor bin und außerdem das Stockpicking ablehne ist die Antwort einfach: abwarten, Ruhe bewahren und sich auf Schnäppchenpreise freuen die da noch kommen werden.
Meine Antwort klingt möglicherweise etwas zu banal, aber wenn man bereits 2 Crashs am eigenen Portfolio miterlebt hat (2001 und 2009), dann bringt einen so leicht nichts mehr aus der Fassung. Allen, die diese Erfahrung nicht besitzen, rate ich, sich das eigene Portfolio anzusehen und zu entscheiden, welche Positionen geeignet sind langfristig gehalten zu werden. Hier nachkaufen; alles andere sollte raus fliegen. Diese Regel sollte meiner Meinung nach übrigens immer gelten, nicht nur in Zeiten wie diesen.
Möglicherweise ist meine Einstellung zynisch denn die negativen Folgen eines Börsencrashs haben unmittelbaren Einfluss auf viele Menschen (Entlassungen etc.), ich persönlich sehe aber auch die großen Chancen, die vor uns liegen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich zwar nicht über den Crash an sich, aber über einen Teil der Auswirkungen und die damit verbundenen zukünftigen Schnäppchenpreise.

Kommentare:

  1. Hallo romsdalen,

    Sehe ich genauso wie du. Was denkst du, wie weit geht es noch runter? Oder sind wir schon unten? ...ich weiß, du hast bestimmt auch keine Glaskugel ;) , aber bleibst du einfach bei deinen regelmäßigen käufen oder kaufst nun kurzfristig (mehr) oder sammelst du cash? Würde mich interessieren.

    Grüße

    AntwortenLöschen
  2. Hallo,
    wie weit es noch runter geht? Wenn ich das wüsste, wäre ich schon Millionär ;)
    Aber Du hast gefragt, also bekommst Du auch eine (gewagte) Einschätzung der Lage: Bezogen auf den Dax denke ich, dass wir die 8.000 Punkte sehen. Was ich damit sagen will: es hat gerade erst angefangen...
    Zu meiner Strategie: ich kaufe nach wie immer: sobald ca. 2000€ zusammen sind kaufe ich den Fonds, der prozentual unterrepräsentiert ist.
    Grüsse zurück,
    Romsdalen

    AntwortenLöschen
  3. Wäre es nicht besser in Fonds anstatt in ETFs zu investieren? In Crash-Zeiten gehen die ETFs ja voll mit, bei Fonds kann dies abgefedert werden. Wenn du/man z. B. davon ausgehst, dass es noch bis 8.000 Punkte runtergeht, dann müsste man sich ja (so wie gute Fonds es machen) kurzzeitig von Aktien trennen, um den Abschwung nicht zu 100% mitzumachen. Oder habe ich hier einen Denkfehler?

    Beste Grüße

    AntwortenLöschen
  4. Man muss da unterscheiden zwischen was ich glaube und was ich weiss: ich glaube, dass es noch massiv abwärts geht; ich weiss, dass ETFs einen grundsätzlichen Vorteil haben (Kosten) und ich weiss auch, dass market Timing nicht funktioniert.
    Daher behalte ich die ETFs.
    Man könnte auch sagen: ich traue meinen eigenen Voraussagen nicht über den Weg.

    AntwortenLöschen
  5. Hallo ich muss mich den Anderen anschließen. Super der Blog, super die disziplinierte Kontrolle - Hut ab - du bist mein Hero.
    Es gibt meines Erachtens wenige Menschen, welche so konsequent sind.
    Was mich interessieren würde, wie errechnest du immer dein nächstes Ziel, welche Kriterien nimmst Du dazu?
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    MfG Dein Stromberater

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Hermann (ich hoffe das Duzen ist ok),
    wie ich das mit meinen Zielen mache habe ich z.B. hier beschrieben:
    http://projekt-millionaer.blogspot.de/2015/01/ziele-2015.html
    Ich schlage vor, DU liest dir das (inklusive verlinkte Texte) durch. Wenn Du danach noch konkrete Fragen hast, immer raus damit :)
    Grüsse,
    Dein Blogbesitzer ;)

    AntwortenLöschen
  7. Vermögensplan Beginn September 2015

    Sparrate 18.000€uro im Jahr also mtl. 1500€uro
    Rendite gehen wir von durchschnittlich 7% aus.

    1. Jahr 19.260€uro
    2. Jahr 39.868€uro
    3. Jahr 61.918€uro
 4. Jahr 85.513€uro
    5. Jahr 110.758€uro
    6. Jahr 137.772€uro
    7. Jahr 166.676€uro
    8. Jahr 197.603€uro
    9. Jahr 230.695€uro
    10. Jahr 266.104€uro
    11. Jahr 303.991€uro
    12. Jahr 344.530€uro

    Das heisst, wenn ich 70 Jahre alt bin habe ich im Monat die Steuer schon
    abgezogen 2533€uro zzgl. 650€uro gesetzliche Rente sind:
    3183 €uro Rente monatlich

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Romsdalen habe vergessen zu schreiben.
    58 Jahre alt
    Selbstständiger Stromverkäufer
    Ziel: mehr Rente - da zur Zeit nur ca. 500€uro Anrecht da ist.
    Ich kann gut verkaufen im Strom- Gasmarkt.
    Gehe jeden Tag von Tür zu Tür - mir macht es eigentlich Spass.
    Aber ich muss sagen - mir fehlt der richtige Antrieb.
    Ich weiss wie es geht und will es auch weitergeben das Wissen - aber es ist nicht leicht gute Vertriebler zu finden.
    Nichts desto trotz will ich auch meiner Tochter zeigen, wie der Umgang mit Geld (in aller erster Stelle Sparen) sein soll.
    Diese Aufgabe haben wir Väter.
    Bei meiner Tochter ist es noch nicht zu späüt - sie ist erst 15 Jahre alt geworden, will später ABI - danach BWL studieren - schau mer mal.

    Ja das sind die Gründe für das Beginnen.

    Habe den Kommer bestellt, habe auch schon negative Erfahrung im Aktiengeschäft gehabt - naja zu gierig und dann Pennystocks - 30.000€uro weg.

    Aber ich habe dein Blog entdeckt die Vorangehensweise deckt sich mit meineren.
    Ich sehe das genauso wie Du, dass es besser ist eine kontinurirliche Sparrate (gleichbleibender Zukauf der EFT`s der bessere Weg ist.

    Eventuell erhöhe ich meine Sparrate wenn es klappt mehrere Vertriebler dazu gewinnen.

    Das war jetzt lang - sorry - Viel Glück mit deinen Entscheidungen.

    Blog: Projekt Gute Rente

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Hermann,
    danke für die beiden Kommentare. Ich bin mir jetzt nur nicht ganz sicher, ob Du eine Frage hast oder nicht :)
    Generell: mit einem langfristigen Plan und einer Sparleistung von 1500€ bist Du schonmal auf einem guten Weg.
    Schreibst Du auch einen blog?

    AntwortenLöschen
  10. Guten Morgen Romsdalen
    der Plan ist 12 Jahre anzusparen für die Rente.
    Mein Blog habe ich erst am Freitag angefangen.
    Er heisst: Projekt Gute Rente
    https://projektguterente.wordpress.com/2015/09/18/erstmal-was-von-mir/
    Alles noch am Anfang.

    Danke für die Teilnahme - bis jetzt habe ich noch keine Fragen, aber die werden noch kommen. Darf ich dann bei Dir anklopfen?

    LG Hermann

    AntwortenLöschen
  11. Hallo möchte nun auch anfangen in ETFs zu investieren und eine Frage stellen. Btw guter Blog.
    spricht irgend etwas gegen diesen ETF HSBC MSCI WORLD UCITS ETF ISIN: DE000A1C9KL8
    Bisher gut:
    - Ter 0,35%
    - ich möchte ausschüttende ETFs
    - aus Deutschland
    - Fondswährung $ Handelswähung in EURO
    Bin noch am überlegen ob Ing Diba oder Dab bank.
    Ich möchte 2-3 auschüttende ETFs kaufen und selber balancen. Einmalige Einzahlung von ca 10k und monatliche Einzahlung von 1k. Möchte aber dennoch die Möglichkeit haben Dividenden auch mal auszuzahlen.
    Was meint ihr ?
    Nach meinen bisherigen Recherchen wäre ich bei der ING Diba besser dran, da dort die Käufe und das nachkaufen 0 Euro kosten würden. (Position über 500Euro) Wie sieht es aus mit der Auszahlung von Dividenden? Danke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Unbekannter,
      ja, der ETF sieht doch mal ganz gut aus. Die gründe, warum es genau der sein soll sind auch nachvollziehbar... also ran an die Kauforders ;)
      Grüsse

      Löschen
    2. Danke erstmal.
      Können sich Andere auch bitte zur Frage äußern?
      Zudem zu der Überlegung, ob DAB oder ING Diba zu meinem Vorhaben.

      Löschen
    3. Achja toller Blogg und Danke für die Antwort

      Löschen
    4. Noch eine kleine Ergänzung, währe der oben genannte ETF auch für eine 1 ETF Strategie empfehlenswert ?

      Löschen
    5. Achso bei Fondsalter steht bei dem oben gennanten ETF 5 Jahre, allerdings beginnt der Chart erst Ende 2013? Wie funktioniert das?

      Löschen
    6. Stell mal bei diesem Fonds die kursstellende Börse auf "Fondsgesellschaft", ich vermute die steht bei dir auf "Xetra" oder so. Und schon hast Du die 5 Jahre Kurs.
      Das heisst jetzt aber auch, dass der Fonds erst 1,5 Jahre über die Börse handelbar ist, vorher nur über die Fondsgesellschaft. Das kann man jetzt gut finden oder (so wie ich) nicht so toll.

      Löschen
    7. Dank dir.
      So weit ich gesehen habe kann ich "Fondsgesellschaft" bei diesem ETF bei der DAB nicht anwählen?
      https://boerse.dab-bank.de/maerkte-kurse/fonds/etf/etf-suche/id_89227348.html
      Was haltet ihr von dem ETF als 1er ETF Strategie oder sollte man noch Schwellenländer und Europe extra hinzunehmen? Danke

      Löschen
    8. Dann versuch das mal zB bei Comdirect... da geht das.

      Löschen
  12. Hallo Romsdalen,
    Habe heute Dein Blog gefunden und werde mich ein paar Tage einlesen. Auch wenn ich mit Stockpicking, und einer etwas anderen Bewertung von Zielen arbeite, finde ich den Blog sehr motivierend zum Sparen und Vorsorgen und mir gefällt die Transparenz, mit der Du uns teilhaben lässt. Ich hoffe nicht einer der 95% Blogger zu werden und Dich und alle Dividenden Jäger bis mindestens 2029 zu begleiten!
    Beste Grüße von einem neuen Mitstreiter
    Fiete

    AntwortenLöschen
  13. Hi Fiete,
    Neuankömmlinge sind hier immer willkommen. Aber Du sprichst ein leidiges Thema an: die große zahl der Starter und Abbrecher. oder um es genauer zu sagen: aus der Anfangszeit dieses Blogs ist niemand (NIEMAND!) mehr am Start... ok, ausser ich halt. Mittlerweile merkt man den meisten Blogs an, wie lange sie ungefähr durchhalten werden. Dazu und zu konkreten Blogs werde ich mich aber nicht im Detail äussern ;)
    Auf jeden fall wünsche ich dir alles Gute für den Start und einen regen Gedankenaustausch. Und ich stelle fest, dass Dein blog schon jetzt 10x so stylisch daher kommt wie meiner nach über 5 Jahren :)

    AntwortenLöschen
  14. Hallo Romsdalen,

    ich verfolge deinen Blog schon länger und auch ich war bisher ein Fan von ETFs (zumindest in der Theorie, praktisch besitze ich zu 90% Aktien). Das Schlusslicht meines Depots, ein ETF auf Seltene Erden (WKN: A1JHNC), wird jetzt abgewickelt, da das Volumen unter 20 Mio € gesunken ist. Ich muss daher 80% Verlust realisieren.

    Ja, so etwas wird in den Prospekten erwähnt. Ich hielt es aber für unrealistisch. Hast du dieses Risiko im Hinterkopf, wenn du in Indexfonds investierst? Im allerschlimmsten Fall könnte man damit am Tiefpunkt einer Krise bei mehreren ETFs zum Realisieren von Verlusten gezwungen werden, obwohl man ja mittels ETF breit streuen wollte.

    Gruß
    Sebastian

    AntwortenLöschen
  15. Hi Sebastian,
    tja, was soll ich dazu jetzt sagen... vielleicht "kommt davon wenn man kurzfristigen Trends hinterher läuft und dann irgendwas mit ETF drauf kauft". Bringt jetzt aber auch nix, oder?
    Generell gibt's natürlich das Risiko, dass a) ein Fonds liquidiert wird und b) das zu einem sehr ungünstigen Termin geschieht.
    Zu a)... ich empfehle nur sehr große ETFs zu kaufen und generell keine Sparten-ETFs. Hier ist das Risiko, dass man einer kurzfristigen Mode aufsitzt immer gegeben. Das beste ist ein Welt-ETF, oder meinetwegen einer aus einer Region der Welt.
    Zu b) Je größer der Anbieter, desto geringer das Risiko... und wenn doch gibt's sicher jede Menge alternative Möglichkeiten sofort neu anzulegen. OK, die Verluste hast du erstmal realisiert und einen steuerlichen Nachteil gibt's dazu... aber das Risiko ist bei großen Marktführern eher gering.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Romsdalen,

      steuerlich war es gar nicht so schlecht, weil die Verluste immerhin automatisch mit den bisherigen Erträgen des Jahres verrechnet wurden.

      Du hast recht, der ETF auf Seltene Erden ist aus einer spontanen Laune heraus gekauft worden.

      Letztendlich steht bei einem ETF nur wieder ein Mittelsmann dazwischen, der auch seine (zugegeben: sehr geringen) Prozente abzweigt. Eigentlich wollte ich die nächste Gehaltserhöhung im Oktober in einen ETF-Sparplan stecken, die Idee habe ich verworfen und werde weiterhin Einzelaktien kaufen.

      In diesem Sinne
      Gruß an alle Langfristinvestoren
      Sebastian

      Löschen
    2. Wie finde ich heraus, wie groß die Chance ist, dass ein ETF geschlossen wird? Zum Beispiel deinen LYXOR UCITS ETF MSCI WORLD D-EUR WKN: LYX0AG. Wie bewertest du die Möglichkeit, dass dieser mal liquidiert wird? Danke

      Löschen
    3. Am Besten im Vergleich zu meinem Vorgeschlagenen World ETF. HSBC MSCI WORLD UCITS ETF WKN: A1C9KL. Dank dir ! Hoffe auch solange durchzuhalten ;)

      Löschen
    4. An Deiner Stelle würde ich ETF mit der grösseren Kapitalisierung nehmen (ohne jetzt überprüft zu haben, welcher das ist). Vorausgesetzt, die anderen Kriterien (TER, Anlagefeld, Währung...) sind vergleichbar.

      Löschen
  16. Na dann... Gruß an alle Stockpicker (und ich will am Ende kein Gejammer hören ;) )

    AntwortenLöschen
  17. Hallo Romsdalen – was machst Du zur Zeit – Füsse stillhalten oder dazukaufen oder verkaufen?

    MfG Strommann

    AntwortenLöschen
  18. Ich mache was ich die ganze Zeit mache: päppchenweise zukaufen.

    AntwortenLöschen
  19. Ronald Read, der heimliche Millionär

    Als er im Juni 2014 im Alter von 92 Jahren starb, hinterließ Ronald Read ein Vermögen von acht Millionen Dollar. Dabei hatte er ein bescheidenes Leben als Tankwart und Hausmeister gelebt.

    Wie war dieser Reichtum möglich? Neben einem äußerst bescheidenen und sparsamen Lebensstil war es vor allem sein Aktiendepot, das Read zu einem wohlhabenden Mann machte. Obwohl in einfachen Verhältnissen lebend, hatte er sich angewöhnt, jeden Tag das "Wall Street Journal“, also die Zeitung der Kapitalisten und Besitzenden, zu lesen.

    Dort informierte er sich über die Geschäfte der großen Unternehmen seines Landes - und begann deren Aktien zu kaufen. Zunächst natürlich in einem äußerst bescheidenen Rahmen: Im Alter von 37 Jahren kaufte er Ende der 50er Jahre erstmals 39 Aktien des Versorgers Pacific & Gas zum damaligen Preis von 2.380 Dollar. Dies dürfte heute etwa 19.200 Dollar entsprechen. Eine Menge Geld für einen Tankwart, das er sich im wahrsten Sinne des Wortes vom Munde abgespart hatte.

    Geduldig und beharrlich

    In den nachfolgenden 60 Jahren baute Read geduldig und beharrlich ein Millionen Dollar schweres Depot auf. Dabei kaufte er nur Aktien von Unternehmen, die er durch persönliche Erfahrung mit deren Produkten zu kennen glaubte. Dazu gehörten die Großbank Wells Fargo, die Konsumgüterhersteller Procter & Gamble sowie Colgate Palmolive. In seinem Depot befanden sich auch Papiere von Johnson & Johnson, des Traktorenherstellers McCormick sowie des Kreditkartenanbieters American Express.

    Die größten Positionen in Reads Depot

    Wells Fargo 510.900 Dollar
    Procter & Gamble 364.008 Dollar
    Colgate-Palmolive
    American Express
    J.M. Sucker
    Johnson & Johnson
    VF Corp.
    McCormick
    Raytheon
    United Technologies 252.104 Dollar
    199.034 Dollar
    189.722 Dollar
    183.881 Dollar
    152.208 Dollar
    145.055 Dollar
    142.970 Dollar
    140.880 Dollar

    Insgesamt hatte Read in 95 verschiedene Aktien meist weltweit agierender Unternehmen investiert. Dabei ließ er sich auch nicht durch Kurseinbrüche von 50 Prozent und mehr beirren. Aktienkurse schienen ihn gar nicht zu interessieren. Beobachtern zufolge war er nur von einer Idee getrieben, ja besessen: immer mehr Aktien zu besitzen.

    Wertpapiere wie Briefmarken gesammelt

    Dazu investierte er jeden verfügbaren Dollar. Er habe Aktien "gesammelt" wie andere Briefmarken oder Zinnsoldaten, schrieb das "Wall Street Journal". Die Papiere ließ er über die Jahrzehnte für sich arbeiten, denn Read hatte nie die Absicht, sie nach einem Kursanstieg zu verkaufen und Gewinne mitzunehmen. Seine Devise hieß: Buy and Hold. Kaufen und Liegenlassen - und damit reich werden.

    Dass er dabei auch einige Totalverluste erleiden musste, wie etwa die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, focht ihn nicht an, hatte er doch sein Depot mit den Jahren so breit aufgestellt, dass die wertlose Ausbuchung der Lehman-Papiere kaum ins Gewicht fiel.

    Read achtete zudem darauf, ausschließlich Dividendentitel zu kaufen. Denn er nutzte die Ausschüttungen, um damit neue Aktien zu erwerben. Experten schätzen, dass er am Ende seines Lebens jeden Monat gut 20.000 Dollar Dividende erhalten haben dürfte.

    Niemand ahnte seinen Reichtum

    Niemand in seinem Umfeld ahnte, wie vermögend er war. Er schwieg darüber. Wenn er in die Stadt fuhr, parkte er seinen gebrauchten “Toyota Yaris” lieber ein Stück entfernt, um sich die Parkmünzen zu sparen. Auf teure Kleidung legte er keinen Wert. An seinem Haus hackte er das Brennholz selbst. Als er einmal Frühstücken ging, wurde ihm das Essen bezahlt. Der Spender dachte, dass es sich bei einem so ärmlich gekleideten Mann wie Read um einen mittellosen Rentner handeln müsse.

    In seinem Testament zeigte sich Read allerdings großzügig. Er vererbte der Stadtbibliothek 1,2 Millionen Dollar. 4,8 Millionen gingen an das örtliche Krankenhaus.

    Der zukünftige Millionär Romsdalen ist da transparenter.

    AntwortenLöschen
  20. Irgendwie hab ich das Gefühl, genau den text in einem anderen blog schonmal gelesen zu haben ;)

    Um mal auf deinen letzten Satz zurück zu kommen: in meinem familiären Umfeld und meinem Freundeskreis wissen auch nur sehr wenige was Sache ist. Unter anderem wegen Sprüchen wie "Du bekommst den Hals auch nicht voll" usw. Die wenigsten begreifen, dass mein Lebensstil nichts mit Geiz sondern vor allem mit Spass am einfachen Leben zu tun hat.

    AntwortenLöschen

  21. Handel- bzw. Abwickelbarkeit von Aktien an den US-OTC-Märkten

    Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
    der Handel in Wertpapieren an den US-OTC-Märkten gerät zunehmend in den Blickpunkt der US-Aufsichtsbehörden. Eine Folge daraus kann eine eingeschränkte Handel- bzw. Abwickelbarkeit einzelner Wertpapiere sein. Um möglichen Sanktionen der US-Aufsichtsbehörden zu entgehen, haben sich die dortigen Lagerstellen, die für die Verwahrung zuständig sind, dazu entschlossen, mit einem sukzessiven Abbau der Verwahrmöglichkeiten für „Low-Priced-Securities“ zu reagieren.

    Sollten Sie trotzdem Wertpapier-Transaktionen an den US-OTC-Märkten tätigen, bitten wir um dringende Beachtung, dass eventuelle Kursdifferenzen und anfallende Gebühren aus Zwangsein-deckungen aufgrund der o.g. Risiken zu Verlusten führen können, die von Ihnen zu tragen sind.

    Zur Vermeidung von Kosten aufgrund von Transaktionen in nicht handel- bzw. nicht abwickelbaren Wertpapieren sollten Sie sich vor Ordererteilung mit Ihrer Bank in Verbindung setzen und die Gattung im Vorfeld auf ihre Abwickelbarkeit prüfen lassen. Einzelne Gattungen wurden bereits für die Ordereingabe gesperrt. Eine generelle automatische Sperrung von US-OTC-Gattungen erfolgt jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

    Diese Information kommt von meiner Bank.




    AntwortenLöschen
  22. Lieber Herrmann,
    es wäre schön, wenn Du zukünftig nicht mehr meinen blog dazu benutzen würdest, per copy &paste Texte von sonstwoe ohne jeden Zusammenhang hier als Kommentar zu posten. Diese DInge werde ich zukünftig kommentarlos löschen.
    Solltest Du Fragen haben oder Dinge diskutieren wollen, darfst Du das natürlich weiterhin hier tun.

    AntwortenLöschen