Freitag, 3. Dezember 2010

Wer hat hier etwas gegen Pessimismus?

In den letzten Monaten mache ich mir immer mal wieder über einen Punkt Gedanken ohne wirklich weiter zu kommen:
Über die Art und Weise wie ich bei meiner Finanzplanung an die Zwischenziele gehe. Bevor ich begonnen habe, diesen blog zu schreiben war mir eine Sache nie wirklich bewusst, jetzt drängt sie sich aber immer stärker in den Vordergrund:

Mein Hang zu eher verhaltener bis pessimistischer Planung. Genauer: ich scheine mir selbst zu wenig zu zutrauen.
Ich mache z. B. einen Jahresplan, von dem ich zum Zeitpunkt der ersten Planung (also zu Jahresbeginn) überzeugt bin. Ich bemühe mich, nicht zu optimistisch und nicht zu pessimistisch zu planen, eben so, dass das Ziel ambitioniert aber erreichbar ist. Und was passiert?
Spätestens zum Halbjahr stelle ich fest, dass ich meine Ziele beinahe erreicht habe. Der Grund ist meistens darin zu finden, dass ich abseits von dem am Jahresbeginn unterstellten Cash Flow noch viele andere kleinere Quellen erschlossen habe. Diese habe ich natürlich nicht in meiner Planung berücksichtigt weil ich zum Jahresbeginn keine Ahnung davon hatte. Aber ich stelle immer wieder fest, wenn man sich regelmässig und intensiv mit einer Materie auseinandersetzt, erschließen sich viele zusätzliche Aspekte (und in diesem Fall "zusätzliche Einnahmequellen"). Aber ich schweife ab...
Um bei dem gewählten Beispiel zu bleiben: zur Jahresmitte rufe ich das Projekt "Target 100" ins Leben. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sich doch mehr erreichen lässt, als ursprünglich angenommen und ich nicht einfach so vor mich hinsparen und investiere möchte, sondern mit Sinn und Verstand und vor allem mit einem ambitionierten (da ist der Ausdruck schon wieder) Ziel. Also bringe ich mit leichten Bauchschmerzen das Projekt auf den Weg... ich veröffentliche es hier um mir selbst ein wenig Druck zu machen, die gesetzten Ziele nach Möglichkeit zu erreichen. Meine Gedanken sind vergleichbar mit denen im ersten Halbjahr: "Welche zusätzlichen Einnahmequellen kann ich erschließen um dieses Ziel möglichst sicher bis zum Jahresende zu erreichen?".
Mittlerweile befinde ich mich 5.500€ über dem gesteckten Zusatzziel, das sich hinter Target 100 verbirgt. Und so langsam frage ich mich:
Bin ich ein Tiefstapler?
Traue ich mir viel zu wenig zu?
Könnte ich noch mehr erreichen, wenn ich mein ganzes Potential in die Planung einfliessen lassen würde? Aber was ist mein ganzes Potential?
Oder soll ich einfach so weiter machen und mich regelmässig drüber freuen, dass ich ein gestecktes Ziel in der halben vorgesehenen Zeit erreicht habe?
Und überhaupt, wie soll ich die Ziele für 2011 definieren? Wieder erstmal konservativ? Oder soll ich die Performance von 2010 unterstellen? Oder soll ich noch eins draufsetzen um mal zu schauen was wirklich möglich ist, auch vor dem Hintergrund, dass die Nichterreichung des Ziels zu Frust führt?

... ein nachdenklicher Autor.

Kommentare:

  1. THINKING BIG !

    Denke große Gedanken, setze dir große Ziele !

    Das schlimmste was dir passieren kann ist, dass du dir ein REALISTISCHES Ziel setzt und es auch noch erreichst !

    Greife nicht nach der Zimmerdecke, sondern nach den Sternen ;)

    Setzt dir für 2011 ein sehr großes Ziel und glaube dran, dass du es erreichen wirst und du wirst die Veränderungen sehr schnell sehen

    Dinge die mit einem kleinen / realistisches Ziel nicht passiert wären !

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  2. Ich kann meinem Vorredner da nur zustimmen.

    Ein Freund von mir verdient zwischen 10.000 und 20.000 Euro pro Monat. Er kommt aus dem Vertrieb und von ihm habe ich einiges über Geld gelernt und meine Einstellungen in einigen Punkte grundlegend geändert.

    Immer mehr wollen und hohe Ziele setzen!
    Wenn du 50.000 im Monat verdienen willst, schaffst du 25.000.

    Sich hohe Ziele zu setzen motiviert dich, alles zu geben um diese auch zu erreichen.

    Deinen Blog finde ich übrigens sehr interessant, setze ihn bei mir mal mit in die Blogroll und werde öfter mal wieder vorbeischauen :-)

    Viel Erfolg für 2011!

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  3. Jo, denke ich auch. Meist ist es besser ein sehr hohes Zeil nur zu 50-70% zu erreichen, als ein realistisches Ziel zu 120%.

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  4. Erstens: Jeder hat mal einen Hänger und ist verunsichert, ob es richtig ist, was man tut.
    Zweitens: Man muss den Willen haben, sich damit auseinanderzusetzen, wenn man mal diesen Hänger hat. Besser ist noch, sich regelmäßig zu motivieren.
    Drittens: Man muss seinen eigenen Weg finden, sich zu motivieren. Da gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Ich habe z. B. einen sehr erfolgreichen Menschen kennengelernt, der in solchen Momenten seine Motivation aus dem (erneuten) Lesen von Biographien erfolgreicher Personen gezogen hat. Ich wiederum ziehe meine größte Motivation aus der Betrachtung bisheriger Erfolge und diverser Literatur.
    Viertens: Ich beobachte immer wieder, dass es ein zentraler Punkt ist, sich zu motivieren - und auch eines der größten Hürden auf dem Weg zum Erfolg. Und damit für mich auch ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

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